Allgemein

Notfallplan für die Aufrechterhaltung der Versorgung am Standort Zehdenick ab Montag, den 24.01.22

2022-01-23T11:02:25+00:00

Liebe Patientinnen und Patienten,

aufgrund der Covid 19 Erkrankung mehrerer Mitarbeiterinnen, die sämtlich trotz vorhandener „Booster“ Impfungen und Schutzkleidung in Wahrnehmung Ihrer Aufgaben (bis zu 70 Patientinnen Patienten mit Infekten/Tag!) erkrankt sind, können wir ab dem 24.01.22 keine regulären Sprechstunden am Standort Zehdenick durchführen. In Wandlitz finden -nach aktueller Lage-noch alle Sprechstunden wie geplant statt.
Wir sind erstaunt und erschüttert wie „gut“ die empfohlenen covid19 Schutzimpfungen vor der aktuellen Virusvariante schützen. Wir hatten eigentlich gedacht, durch die Covid19 Impfungen weiter zu sein als in 2020.

Wir öffnen am Standort Zehdenick Mo-Fr.: jeweils von 9-12 Uhr für akute Erkrankungen und reguläre Versorgung, so sie uns unter diesen Umständen möglich ist. Alle Termin in der Woche vom 24.-28.01. am Standort Zehdenick müssen verschoben werden, wenn Sie auf den Nachmittag fallen. Es können jederzeit weitere Mitarbeiterinnen erkranken. Wir versuchen so lange zu öffnen, wie es irgendwie geht.

Wir haben uns -ganz offensichtlich- weder aus der „Pandemie heraus geimpft“ (Jens Spahn) noch durch „Booster“ Impfungen eine „zuverlässigen“ Schutz (Lauterbach) vor einer Infektion mit der Omikron Variante geschaffen.

Erstaunlicherweise muss eine Tetanus Impfung nur alle 10 Jahre „geboostert“ werden und ich habe in meinen ganzen Berufsjahren dennoch nicht einen einzigen „Impfdurchbruch“ bei gegen Tetanus geimpften Patienten gesehen. Das ist eigentlich genau das, was ich von einer Impfung erwarte. Das trifft leider bei der Covid19 Impfung, die dazu noch ein Vielfaches der Tetanus Impfung kostet, nicht zu. Dazu eine aktuelle Beobachtung:

Meine persönlichen -realen- Zahlen aus der Infektsprechstunde vom Freitag 21.01.22 – Pat., die ich selbst untersucht und behandelt habe: von 18 Personen war bei 15 der Verdacht auf eine Covid 19 Infektion evident. 8 Personen waren effektiv (14 Tage rum) 1 Person noch nicht effektiv (erst 10 Tage rum) gegen Covid 19 „geboostert“ = 3x geimpft. 3 Personen waren 2x geimpft und drei Personen nicht gegen Covid 19 geimpft. Unter den insgesamt 15 Covid 19 Verdachtsfällen, hatten 12 Personen einen pos AG Schnelltest, 1 Person eine positive PCR, bei mehreren stand das Ergebnis einer PCR aus. Von diesen 15 Personen waren 11 Personen leicht-mittelschwer symptomatisch.
Unter den nicht oder nicht mehr symptomatischen Personen befand sich eine „geboosterte“, eine zweifach geimpfte und zwei ungeimpfte Personen. Heisst 10/12 geimpfte Personen stellten sich symptomatisch erkrankt vor, gegenüber 1/3 ungeimpften Personen.

Das ist keine peer-Review Studie, sondern lediglich eine Beobachtung meiner Arbeit! Es ist in der letzten Woche – auch in ähnlicher Verteilung – kein Einzelfall.
Jeder möge sich zu dem geschilderten Sachverhalt seine eigene Meinung machen.

Fragen die vor dem Hintergrund dieser realen Beobachtung aus der Praxis zu stellen sind:
– wie sinnvoll ist eine „allgemeine Impfpflicht“?
– wie wirksam ist die „Booster“ Impfung gegen die Omikron Variante?
– wie sinnvoll ist es „geboosterte“ Personen von der Testpflicht im Einzelhandel und der Gastronomie auszunehmen?
– wie sinnvoll ist es 2G, 2Gplus, Quarantäne, Nachverfolgung, Schnelltests, PCR Test usw. überhaupt weiter anzuwenden, wenn offensichtlich keine dieser Maßnahmen irgendeinen positiven Effekt hat?
– wie sinnvoll ist es, nach dem Einzelhandel, der Gastronomie/Hotellerie, der Veranstaltungsbranche, nahezu dem gesamten Dienstleistungssektor, nun auch noch durch -für jeden erkennbar offensichtlich unwirksame „Maßnahmen“- den niedergelassenen Medizinerinnen und Medizinern die Existenz zu vernichten, indem man sie systematisch in den Burn-Out treibt. 95 % aller Covid 19 Patienten werden ambulant behandelt! Zu lesen ist lediglich etwas von der Überlastung der Krankenhäuser….

Organisationsstruktur Standort Wandlitz

2022-01-13T19:56:04+00:00

Liebe Patientinnen und Patienten,

aktuell bestehen längere Wartezeiten und Überlastungen der telefonischen Erreichbarkeit am Standort Wandlitz.
Dies liegt zum Einen an der in der Konsequenz doch überraschende Schliessung einer allgemeinmedizinischen Praxis im Ort, zum Anderen an der langzeitigen Erkrankung von Kollegen.
Die aktuelle Situation entspricht nicht unserem Anspruch und wir arbeiten mit Hochdruck daran Lösungen zu finden.
Allerdings brauchen diese Lösungen Zeit. Wir unternehmen alle Anstrengungen, um auch kurzfristig zusätzliche Sprechstunden, z.B. am Donnerstag Vormittag anzubieten. Wir haben die Booster Impfungen in den Praxisalltag integriert und die Akutsprechstunden aufgrund vieler akuter Erkrankungen erweitert, dass alles geht natürlich nicht auf Dauer zusätzlich zu den regulären Leistungen, so dass einige Einschränkungen die Folge sind. Leider gibt es weiterhin eine starke Belastung durch die Covid19 Pandemie, die -für uns alle- deutlich länger andauert als gedacht. Ebenfalls sind wir auf der Suche nach einer räumlichen Erweiterung, dies vor allem auch in Hinblick auf die mittelfristigen Anforderungen an die Versorgung vor Ort. Wir konnten in 2021 unser Team um zwei neue MFA/Krankenschwestern und auf nun insgesamt 4 Fachärztinnen/Ärzte für Allgemeinmedizin (jeweils halber Versorgungsauftrag) erweitern und sehen uns daher gut aufgestellt für die Versorgung. Die aktuelle Situation gilt es nun zu bewältigen und zu verbessern, Lösungen sind in der Umsetzung. Bis dahin bitten wir am Jahresbeginn um Ihr Verständnis und etwas Geduld bis wir wieder volle Fahrt aufgenommen haben.
Ihre Praxisleitung

Novavaxx in der EU zugelassen

2021-12-21T08:32:26+00:00

Am 20.12.21 wurde mit Novavaxx der erste Protein basierte Impfstoff gegen Covid19 in Europa durch die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen. Der Zulassung zugrunde liegt eine Studie an 30.000 Nordamerikanern (Pfizer/Biontech: 1.440). Der Impfstoff ist in 2 Einzeldosen zu verabreichen, hat eine Effizienz von 90,2 % in der Zulassungsstudie und es traten bisher weder Herzmuskelentzündungen noch Thrombosen auf, lediglich die Nebenwirkungen, die von anderen Impfungen (z.B. gegen Influenza) bekannt sind. Das Antigen in der Impfung (Bestandteile des Covid19 Spike) ist rekombinant (also mit Hilfe von Gentechnik) hergestellt. Es enthält als Wirkverstärker (Adjuvanz) Saponine laut Hersteller. Der wichtigste Unterschied zu den bisher eingesetzten Impfstoffen ist, dass keine Virusproteinbestandteile durch körpereigene Zellen hergestellt werden, sondern diese bereits fertig verabreicht werden. Es handelt sich somit um das „klassische“ seit Jahrzehnten bekannte und erprobte Impfprinzip.
Mit der Auslieferung soll im Januar begonnen werden. Die EU hat 200 Millionen Impfdosen bestellt.
Sobald der Impfstoff für uns verfügbar ist, werden wir die Impfung mit Novavaxx anbieten!

Medizinethik und allgemeine Impfpflicht

2021-12-24T11:19:21+00:00

Liebe Patientinnen und Patienten,

es geht Schritt auf Schritt voran mit dem Verlust der Grundrechte in der Pandemie. War es im letzten Winter noch der lockdown mit seinen Einschränkungen der Freiheitsrechte, Schulschließungen mit dem Verlust des Rechtes auf Bildung etc, so drohen nun Eingriffe in das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung. Während im Januar 2021 auf der offiziellen Seite des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) gestanden hat: „Es wird keine Impfpflicht gegen Covid19 geben.“ Und Menschen die Anderes behaupteten als „Verschwörungsideologen“ gebranntmarkt wurden, steht es heute schon in der Presse: es wird eine „allgemeine Impfpflicht“ gegen Covid19 geben – noch nicht mal ein Jahr nachdem Gegenteiliges behauptet wurde. Ein Heiko Maß, immerhin Außenminister, versprach noch im Wahlkampf: „Es wird in Deutschland keine Impfpflicht geben“. Das war vor gerade mal drei Monaten. Im Eiltempo schreitet die Amnesie voran, plötzlich kann sich niemand mehr erinnern, einmal so etwas gesagt zu haben. Was kümmert mich mein Geschwätz vom letzten Tag?

Warum ist eine „allgemeine Impfpflicht“ ein ethischer Dammbruch, eine rote Linie, die niemals in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft überschritten werden darf?

Schauen wir hierzu in die absoluten Grundsätze ärztlicher Ethik, die der Grundordnung jeder Ärztekammer voran stehen:

Das Georgetown-Mantra: Die vier Prinzipien ethischen Handelns in der Medizin

Die Medizinethiker Tom I. Beauchamp und James F. Childress entwickelten an der Georgetown University vier Grundsatzprinzipien des ärztlichen Handelns, die sich in der Medizinethik durchgesetzt haben und auch als ‚Georgetown-Mantra’ bezeichnet werden (2, 3). Die vier Prinzipien ethisches Handeln in der Medizin werden wie folgt beschrieben:

Selbstbestimmungsrecht des Patienten (respect for autonomy)
Prinzip der Schadensvermeidung (non-maleficence)
Patientenwohl (beneficence )
Soziale Gerechtigkeit (justice)

Aus Sicht der Medizinethik ist der Patient ein autonomes, selbstbestimmtes Wesen und hat daher das Recht, selbst zu entscheiden, was mit ihm geschieht – dieses hat der Arzt zu respektieren. Zudem darf er dem Patienten keinen Schaden zufügen, muss stets zum Wohle des Patienten handeln sowie die verfügbaren Ressourcen gerecht verteilen. Wenn man die aktuellen Themen im Gesundheitswesen betrachtet, ist der Arzt heute mehr denn je gefordert, die oben genannten Grundsätze einzuhalten. Die Verknappung von Gesundheitsressourcen, die u.a. mit dem demographischen Wandel unserer Gesellschaft zusammenhängen, sowie die sich stets erneuernden und damit wachsenden medizinischen Möglichkeiten zur Heilung von Krankheiten schränken seine Freiräume im therapeutischen Handeln ein und erschweren seine Tätigkeit – sie entbinden ihn jedoch zugleich nicht von seiner Pflicht, moralisch korrekt zu handeln. (Zitiert aus ethica-rationalis.org)

Es fällt jedem auf, dass jeder Arzt/Ärztin, die eine „Pflichtimpfung“, z.B. sogar im Maximalfall, durch Vorstellung des Impflings mit polizeilichem Zwang, durchführt, gegen das 1. Prinzip: das Selbstbestimmungsrecht des Patienten, eklatant verstößt. Für jeden Mediziner bedeutet die Umsetzung des Prinzips der Patientenautonomie, dass Patientinnen und Patienten auch aus der Sicht der Medizin „unvernünftige“ Entscheidungen treffen dürfen und wir diesen Menschen als Ärztinnen und Ärzte dennoch niemals unsere Zuwendung entziehen dürfen. Im Gegenteil: wir müssen Patienten und Patientinnen auch dann auf Ihrem Weg begleiten, wenn uns persönlich der Weg medizinisch nicht „richtig“ erscheint. Beispiel: Ein Patient möchte angesichts seines Alters und seiner individuellen Erfahrungen keine weitere Chemotherapie bei seinem Tumorleiden. Wissenschaftliche Daten sagen eine Verbesserung der Überlebenszeit mit Chemotherapie vorher. Soll der Patient daher gezwungen werden sich für die Chemotherapie zu entscheiden? Natürlich nicht!
Menschen tun manchmal Dinge, die für andere unvernünftig erscheinen. Sie rauchen, trinken zu viel Alkohol, sind übergewichtig, haben zu wenig Schlaf, bewegen sich zu wenig. All das ist aus medizinischer Sicht furchtbar unvernünftig. Zwingen wir daher zukünftig den Raucher, den Alkoholkranken, den Süchtigen, den Übergewichtigen, den Antriebsarmen zu seinem Glück? Foltern wir notfalls? Entziehen wir Freiheitsrechte? Verhängen Ausgangs- und Kontaktsperren? Führen den Übergewichtigen in der Diätklinik mit Polizeigewalt vor, weil es natürlich „nur zu seinem Besten“ ist? Nein! Zumindest bisher noch nicht. Deshalb ist jede Pflicht zu einer, wenn auch vernünftigen Maßnahme, eine Überschreitung der roten Linie, denn sie verletzt ein zentrales Prinzip ärztlicher Ethik, die Patientenautonomie.

Wir machen daher weiterhin Angebote, aber wir werden uns niemals an Zwangsmaßnahmen beteiligen!

Noch ein Wort zur Ausgrenzung nicht gegen Covid 19 Geimpfter. Unsere Praxis steht weiterhin jedem Menschen, unabhängig von Geschlecht, Religion, Hautfarbe, politischer Überzeugung und Impfstatus offen. Wir verwehren uns ausdrücklich gegen jegliche Ausgrenzung!

Was ist dran an „der Pandemie der Ungeimpften“ und an der Aussage „mit einer Covid 19 Impfung schütze ich mich und andere“?

Beides ist wissenschaftlich gesehen leider kompletter Unfug!
Geimpfte und Ungeimpfte haben bei der Verbreitung von Covid19 keinerlei Unterschiede! Dies zeigt u.a. folgende Arbeit aus dem Lancet:
Community transmission and viral load kinetics of the SARS-CoV-2 delta (B.1.617.2) variant in vaccinated and unvaccinated individuals in the UK: a prospective, longitudinal, cohort study
Wohlgemerkt eine prospektive Studie, keine „Modelrechnung“ wie sie Mathematiker (!) der HU Berlin anwenden, um eine vermeintliche „Pandemie der Ungeimpften“ zu beweisen. Das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Mediziner und Epidemiologen forschen mit anerkannten und transparenten Studien, während Mathematiker mit Rechenmodellen versuchen die Realität nachzubilden. Die Einen nutzen die Daten des gesamten public health Systems des Vereinigten Königreichs aus realen tatsächlich vorhandenen Patientenfällen, die anderen produzieren theoretische Daten am Computer….Bilden Sie sich selbst eine Meinung, worauf Sie eher vertrauen.
Hier noch ein paar Daten aus der Wirklichkeit:

„Zwischen der 39. und 42. Kalenderwoche wurden insgesamt 100.160 COVID-19-Fälle bei Bürgern im Alter von 60 Jahren oder älter gemeldet. 89.821 Fälle traten bei den vollständig Geimpften auf (89,7 %), 3.395 bei den Ungeimpften (3,4 %).” zitiert aus Prof. Kampf (editorial letter, the Lancet). Ebenfalls Zahlen aus England, einem Land mit einer hohen Impfquote.

Das ist wissenschaftlich publiziert, liebe „Faktenchecker“! Absolut wasserdicht, keine „Modelrechnung“!

Machen Sie sich selber ein Bild, ob die allgemein verbreitete Information der „Pandemie der Ungeimpften“ anhand dieser gezeigten uns vieler weiterer Untersuchungen zutreffend ist.

Fragen wir und im nächsten Schritt, ob das nicht eine Ablenkung vom vollständigen Versagen der Politik der letzten Jahrzehnte ist. Seit einem Gesundheitsminister Seehofer wurde das einstmals gute deutsche Gesundheitssystem kaputt gespart.

Profite wurden von den Honoraren und Gehältern der Menschen hin zur Pharmaindustrie und börsennotierten Aktiengesellschaften „umverteilt“.
Glauben Sie nicht? Fake News? Doch das stimmt! 100.000 weniger Pflegekräfte seit der Zeit von Frau Schmidt als Gesundheitsministerin und Lauterbach als „Berater“ bis heute. Honoraranteil aller niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte an den Gesamtkosten von 30 % auf 15 % halbiert. „Fallpauschalen“ in den Krankenhäusern und Arztpraxen. „Deckelung“ der Gesundheitsausgaben, trotz alternder Gesellschaft und Dutzenden neuen Behandlungsmethoden. Systematische Privatisierung von städtischen und kommunalen Krankenhäusern. Betrachtung des Gesundheitswesens als Gesundheitsmarkt!
Das alles ist nicht die Schuld der „Ungeimpften“! Es ist die Schuld derjenigen Politiker, die seit Jahren -nicht nur im Gesundheitswesen- unser aller Geld nach oben, zu ganz wenigen umverteilen!
Es geht den Politikern nicht um Ihre Gesundheit, es geht immer nur um unser aller Geld, lassen Sie sich nicht weiter täuschen!

Update:
Lungenfachklinik (!!!) in Borstel mit 80 Betten, davon 15 Intensivbetten und ein etabliertes Weaning Zentrum zum 24.11.21 – mitten in der „vierten Welle“- geschlossen. Aus WIRTSCHAFTLICHEN Gründen!
Nur kurz zur Erinnerung, die Einschränkung unserer Freiheitsrechte wird u.a. mit der „Überlastung der Intensivstationen“ begründet.

Update 24.12.21:
Das Netzwerk „kritischer Juristen“ eine Vereinigung gemäß Ihrer Satzung „politisch neutraler“ Juristinnen und Juristen bescheinigt einer allgemeinen Impfpflicht eine Nichtvereinbarkeit mit dem Grundgesetz. Hier https://netzwerkkrista.de/ nachzulesen.

Obwohl vermutlich die größere Anzahl der Verfassungsrichter keinerlei Bedenken gegen eine allgemeine Impfpflicht haben wird, sogar der Ethikrat der Meinung ist, dass Zwang gut ist, wenn es denn „die Richtigen“ trifft, und der 13. Senat des OVG Lüneburg, der die 2 G Regel im Einzelhandel „gekippt“ hat, plötzlich, natürlich lange „geplant“, abgelöst wurde, ist es ein Hoffnungsschimmer, doch noch auf aufrechte Demokraten unter den Juristen hoffen zu können.

Bitte beachten! Einschränkungen der Öffnungszeiten ab dem 20.12.21!

2021-12-12T09:57:53+00:00

Liebe Patientinnen und Patienten,

aufgrund der sich verschärfenden Engpässe in der Betreuung der Kinder unsere Mitarbeiterinnen sowie des weiterhin hohen Krankenstandes, gibt es leider keine andere Möglichkeit, als die Öffnungszeiten zu verkürzen:
Wir werden daher ab dem 20.12. bis zum 23.12. eine Akutsprechstunde von 9-12 Uhr durchführen. In dieser Zeit werden wir auch weiterhin Booster Impfungen gegen Covid 19 durchführen, für Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren.

Alle in dieser Zeit geplanten Termine müssen auf das nächste Jahr verschoben werden! In beiden Standorten ist aufgrund der chaotischen Zustände in der Kinderbetreuung KEINE Nachmittagssprechstunde möglich! Beide Standorte schliessen in diesen 4 Tagen um 12 Uhr.

Abhängig von weiteren „Maßnahmen“ der Regierung sowie der Entwicklung im Bereich der Kinderbetreuung müssen diese Einschränkungen ggf. verlängert werden.

Am 06. + 07.01.2021 bleiben beide Standorte wegen einer betriebsinternen Fortbildung geschlossen!

Wir wünschen allen Patientinnen und Patienten dennoch eine schöne Vorweihnachtszeit, frohe Feiertage und einen guten Rutsch in ein hoffentlich besseres 2022.

Ihr Praxisteam

Praxisweite Pandemische Notlage!

2021-12-07T20:16:31+00:00

Liebe Patientinnen und Patienten,

seit nunmehr 20 Monaten sind wir im Pandemie Modus in der Praxis, gerade jetzt sind wir wieder einmal bei mindestens 150 % Arbeitsbelastung.

Nicht nur Intensivstationen und Gesundheitsämter sind mit der Situation überfordert, sondern auch die niedergelassenen Praxen.

Deshalb erklären wir hiermit ebenfalls eine Praxisweite pandemische Notlage!

Krankheitsbedingte saisonale Ausfälle von Mitarbeiterinnen lassen uns die zusätzlichen Versorgungsaufgaben nicht mehr bewältigen. Wir sind über dem Limit!

Wir schaffen das nur, wenn wir das gewohnte Serviceniveau der Machbarkeit entsprechend anpassen. Das bedeutet, dass eben nicht immer tagesaktuell zurück gerufen werden kann, das bedeutet, dass nicht jede E-mail und nicht jedes Anliegen jetzt sofort und gleich geklärt werden kann!
Obwohl wir uns auch wünschen, dass es andere Möglichkeiten gäbe, so haben wir aktuell weder die räumlichen noch die personellen Möglichkeiten den massiv erhöhten Bedarf an Beratungen, Terminen und Anfragen durch die Covid19 Pandemie ZUSÄTZLICH zu unseren anderen Aufgaben adäquat zu bearbeiten.

Wer lustige Bewertungen über unsere telefonische Erreichbarkeit verfasst, ist jederzeit gern eingeladen, sich bei uns mal 2-3 Stunden den Betrieb anzusehen und sich ein Bild zu machen, warum nicht jeder sofort bedient werden kann! Wird dann sicher auch dem Letzten verständlich, dass hier bei uns keine Langeweile aufkommt.

Es sollte selbstverständlich sein, dass ein gewissen Maß an gegenseitigem Respekt, Fairness und Rücksichtnahme erwartet und geboten wird. Wir haben jedes Verständnis für die Belastungen in der Pandemie, aber wir sind ebenfalls dadurch maximal belastet.

Sollte es irgendwann, woran aktuell der Glaube schwindet, wieder „normale“ Zeiten geben, werden wir sicherlich auch wieder die zuvor gewohnte Servicequalität anbieten können.

Ihre Praxisleitung

Update:
Da es offensichtlich im Jahr zwei der Pandemie nicht mehr gelingt eine zumindest rudimentäre Kindernotbetreuung in Kitas für Beschäftigte des Gesundheitswesens zu sichern (was im Jahr eins noch möglich war!), werden wir – so nicht noch ein Wunder geschieht – demnächst auf absoluten Notfallbetrieb umstellen müssen und die Sprechzeiten drastisch kürzen, da sich unsere Mitarbeiterinnen dann nicht mehr um Patientinnen und Patienten kümmern können, sondern Ihre Kinder betreuen müssen! Schöne neue Welt!

Individualisierte Medizin – der nächste Schritt! tellMeGen DNA kits ab jetzt bei uns in der Praxis!

2021-12-12T09:43:35+00:00

Liebe Patientinnen und Patienten,

lange Jahre war ich auf der Suche nach einem Partner für DNA Analysen, die einfach anzuwenden und medizinisch sinnvoll nutzbar sind. Es freut mich daher sehr mit der Firma tellmeGen eine Kooperationsvereinbarung schliessen zu können.
Wir bieten ab jetzt die DNA Test Kits in unserer Praxis an.

Was ist individualisierte Medizin?
Unsere Eigenschaften sind in unserer DNA gespeichert, nahezu alle Faktoren des täglichen Lebens. Welches persönliche Risiko trage ich für Hypercholesterinämie? Wieviel Vitamin B12 braucht mein Körper? Profitiere ich von einer Eisengabe? Aber nicht nur das, sondern auch die individuelle Verträglichkeit von aktuell schon mehr als 150 gängigen Medikamenten, Abstammung, genetische Verwandtschaft, Neigung zu speziellen Erkrankungen, all das bietet der aktuell bereits verfügbare DNA Test. Einfach aus dem Speichel und mit einem lebenslangen „Update“ für alle neuen genetischen Zusammenhänge.
Warum ist das der nächste Schritt in der Medizin?
Während Jahrhunderte lang „Eminenz basierte“ Medizin praktiziert wurde, d.h. das Wissen oder Nichtwissen des Einzelnen entschied über den Behandlungserfolg, etablierte sich in den letzten Jahrzehnten die „Evidenz basierte“ Medizin. Hier wird mittels multizentrischer, randomisierter, doppelverblindeter Studien nach der wissenschaftlichen Evidenz für eine Behandlungsmethode gesucht. Das ist schon wesentlich besser als die Ausrichtung an Erfahrungen Einzelner, birgt aber zwei wesentliche Nachtteile. Erstens: Studien sind mittlerweile sehr teuer! Um ein relevantes und gut zu veröffentlichendes Ergebnis zu erhalten sind schnell 20-40 Millionen Euro nötig. Geld das aktuell nur von der Pharmaindustrie und einigen wenigen staatlichen Institutionen kommen kann. Relevante Versorgungsforschung findet nach wie vor nur theoretisch statt. Heisst: für unglaublich viele Behandlungsverfahren gibt es schlicht keine Evidenz. Zweitens: aus meiner Sicht noch viel wichtiger: Evidenz gibt es nur für bestimmt Gruppen von Menschen, die zwar nach verschiedenen bekannten Risikofaktoren randomisiert werden, es bleibt jedoch immer eine Gruppe von Menschen mit einer sehr unterschiedlichen Ausstattung an individuellen Einzelmerkmalen. Diese Fehlerquelle ist der Methode immanent und limitiert damit die Anwendung der Ergebnisse auf jeden Einzelnen erheblich.
Wie wäre nun ein Ansatz eine Behandlungsmethode anhand Ihrer individuellen genetischen Merkmale anzupassen?
Es gibt hierzu noch sehr wenig Forschung, da die Methode sehr jung ist. Im Jahr 2000 kostete die Sequenzierung der genetischen Informationen eines einzelnen Menschen noch eine Milliarde Euro, dauerte 18 Monate und war nur durch vereinte Anstrengungen von Laboren auf der ganzen Welt zu leisten.
Heute dauert es etwa eine Woche und kostet aktuell 150 €.
Damit ist jetzt die Chance gegeben den nächsten Schritt zu gehen. Medizin anhand individueller Merkmale.
Sie erhalten bei uns das „advanced“ tellMeGen DNA Testkit zum gleichen Preis wie im Internet 149,- €.
Ihre Vorteile: Einweisung in die Methode und eine kostenlose Beratung zur Interpretation sowie dauerhafte Nutzung ihrer persönlichen Daten bei der Behandlungsplanung – wenn Sie sich dafür entscheiden. Ein gutes und gesundes Weihnachtsgeschenk!
Demnächst folgt ein Artikel zur Funktion und Anwendungsmöglichkeiten der Daten.

Herzliche Grüße
Stefan Höhne

Kardiovaskuläres 5 Jahres Risiko verdoppelt sich durch m-RNA Impfung

2021-11-30T10:44:47+00:00

https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/circ.144.suppl_1.10712

Dieser im Internet frei zugängliche Artikel erschien bereits vor einigen Wochen in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift „Circulation“. Diese Fachzeitschrift ist keine geringere als das „Hausblatt“ der US-amerikanischen kardiologischen Fachgesellschaft (American Heart Association (AHA).
Gerade weil wir in unseren Praxen viel geimpft haben und von allen Politikern und Medienvertretern, sowie unseren eigenen Ärztekammern und KVen aufgefordert werden noch mehr zu impfen, gehört es für mich zur ärztlichen Sorgfalt, auch über mögliche Risiken zu informieren.
Leider finden sich wenig bis gar keine kritischen Informationen zu möglichen Komplikationen in den von den meisten Menschen genutzten Medien. Das stärkt aus meiner Sicht weder das Vertrauen in die Medien noch in die Impfkampagne.
Zudem verstehen viele Menschen die Sprache in den Fachzeitschriften nicht und können sich somit auch nicht selbst informieren. Hier wäre eigentlich die Aufgabe eines kritischen Journalismus angesiedelt.
Die zitierte Studie sagt etwas zu möglichen mittelfristigen Folgen einer m-RNA covid 19 Impfung. Dies ist ein früher Stand, weil noch keine 5 Jahre vergangen sind. Auch ist die Anzahl der Untersuchten recht gering und sicher gibt es auch an dem eingesetzten Testverfahren mögliche Schwächen, dennoch sind die Ergebnisse so drastisch, dass definitiv eine weitere wissenschaftliche Untersuchung dieser Hypothese angezeigt ist. Was sind nun die Ergebnisse? Ich versuche diese verständlich darzustellen, dabei geht naturgemäß einige wissenschaftliche Exaktheit verloren, ich bitte mir dies nachzusehen:
Eine kardiologische Forschergruppe nutzt einen wissenschaftlich validierten Biomarkertest, der die Entzündungsaktivität des Endothels (die Auskleidung aller Blutgefäße des menschlichen Körpers) mißt und daraus einen Score berechnet, der die Wahrscheinlichkeit eines akuten Koronarereignis (ACS), also eines Herzinfarktes, in den nächsten 5 Jahren berechnet. Obgleich die Entzündungshypothese in der Wissenschaft nicht unumstritten ist, zeichnet sich in den letzten Jahren ein gewissen Konsens für diesen Ansatz ab. Der Test ist wissenschaftlich validiert. Die Kollegen untersuchten 566 Patientinnen und Patienten von 28-97 Jahren. Sie messen den Score seit 8 Jahren alle 3-6 Monate. 2-10 Wochen nach der zweiten Dosis der m-RNA Impfung (Moderna oder Pfizer) verdoppelten sich die gemessenen inflammatorischen Zytokine. Dieser Effekt hielt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung für 2,5 Monate an. Der darauf basierende PLUS Score Wert von 11% verdoppelte sich auf 25%. Das heisst konkret: das Risiko in den nächsten 5 Jahren an einem Herzinfarkt zu erkranken, stieg in der untersuchten Gruppe von 11 auf 25 %.
Da die mit Abstand meisten Todesfälle in Deutschland an Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems entstehen, finde ich persönlich diese Zahlen – bei allen methodischen Unschärfen der Studie – alarmierend.
Dies ist kein Appell weniger -speziell in der Covid19 gefährdeten Gruppe der über 60 Jährigen- zu impfen. Wir selbst bieten Booster Impfungen an. Allerdings fordere ich die politische Führung dieses Landes auf, endlich auch die möglichen Folgen dieser neuen Impfverfahren wissenschaftlich zu erfassen. Wir als niedergelassene Ärztinnen und Ärzte stehen hier gern zur Verfügung, um diese Daten zu erheben. Legen Sie endlich eine wissenschaftliche Begleitforschung der m-RNA Impfung auf, die den Umständen der Einführung einer neuen biomedizinischen Methode gerecht wird!
Nicht das alle später sagen: „hätten wir das mal vorher gewusst“.

Und noch ein weiterer Appell an die Politik:
Lassen Sie endlich Antigen basierte Impfstoffe in Europa zu!
Novavaxx hat vergleichbare Wirksamkeitsdaten wie m-RNA oder Vektorimpfstoffe, kostet aber nur einen Bruchteil dieser Impfstoffe. Ist er deshalb nicht in der EU oder den USA zugelassen? Zwei chinesische und ein indischer Antigen basierter Impfstoff sind bereits WHO zugelassen, alle Impfstoffe sind jeweils mehr als 100 Millionen mal verimpft worden. Warum haben diese Impfstoffe immer noch keine EMA Zulassung? Sind die Lager noch zu voll mit teuer eingekauftem Biontech oder Moderna? Geht es wirklich immer nur ums Geld und Profite? Oder wollen wir wirklich allen Menschen ein Impfangebot machen?

EMA erteilt Zulassung für covid 19 „Booster“ Impfung

2021-10-25T19:15:55+00:00

Liebe Patientinnen und Patienten,

aufgrund der vorliegenden Daten (aus Studien aus Israel) hat die Europäische Arzneimittel Kommission (EMA) die Zulassung für Biontech „Corminaty“ erweitert. Alle mit Biontech 2x geimpften Personen über 18 deren letzte Impfung länger als 6 Monate zurück liegt, können eine dritte Corminaty Impfung erhalten. Es seien ein Monat nach dritter Impfung mehr relevante Antikörper zu messen gewesen, als nach 2. Impfung, zudem sei die Schutzwirkung laut einer NEJM Studie nach 3. Impfung wieder bei 95,6 %.

Nicht beantwortet weiterhin:
– Risiken?
– Nebenwirkungen?
– Dauer der Schutzwirkung?
– Konzepte zur Impfauffrischung bei mit Moderna, Astra oder J&J vorgeimpften Patientinnen und Patienten?
– Sinnhaftigkeit einer Auffrischung für Personen unter 60 Jahren ohne Immunschwächekrankheit oder -suppression.

Über all diese Fragen kann und sollte sich jeder selbst aktiv informieren und eine bewusste Entscheidung treffen.

Unsere Empfehlung nach wie vor:
Dritte Covid19 Schutzimpfung für Personen über 60 Jahre deren letzte Impfung 6 Monate zurück liegt.

Gemäß der Zulassung können jedoch auch jüngere Menschen geimpft werden.

Ihr Praxisteam

Zukunft der hausärztlichen Versorgung?

2021-09-21T09:31:20+00:00

Liebe Patientinnen und Patienten,

aus aktuellem Anlass heute einige Gedanken zum Thema Erhalt der hausärztlichen Versorgung.

Im Brandenburg versorgten Hausärztinnen und Hausärzte 90 % der Patienten mit Covid 19. 4/5 aller Impfungen fanden in unseren Praxen -trotz Milliarden € für die Impfzentren- statt.
80% aller Behandlungsanlässe im Gesundheitswesen werden in der hausärztlichen Versorgung gelöst. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Hausärztinnen und Hausärzte das Herz des Gesundheitssystems sind! Leider werden seit mehr als 15 Jahren ausschließlich die Krankenhäuser und die zuletzt auch die Gebietsärzte mit ordentlichen Zuwächsen in der Vergütung bedacht. Unser Berufsstand wurde um 15 % hinter der Inflation und der allgemeinen Einkommenssteigerung abgehängt.
Während noch vor 10-15 Jahren die Hälfte des Umsatzes einer Hausarztpraxis Gewinn vor Steuer war, so ist es heute noch ein Viertel. Gleichzeitig vervielfachten sich die Aufgaben: durch das DRG System und die kürzeren Liegezeiten im Krankenhaus -> Verlagerung von Leistungen in die Hausarztpraxis. Kein Termin beim Gebietsarzt -> Leistungsverlagerung zum Hausarzt. Pflegehilfsmittel, Hauskrankenpflege, Anträge -> ausschließlich beim Hausarzt! Im Schnitt werden wir 4,8 x / Quartal für jeden Patienten tätig. Verordnungen, Hauskrankenpflege, Nachbereitung Krankenhausaufenthalte? Machen wir alles umsonst. EKG, Blutabnahmen? Umsonst.

Schön, dass allen alles in unserem Gesundheitssystem zur Verfügung steht. Schade, dass es unserer Gesellschaft so wenig wert ist. Das gilt für alle Berufsgruppen die verantwortlich am Menschen arbeiten.

Wir sind am absoluten Limit unserer Leistungsfähigkeit!
Das heißt konkret: mit den immer geringer werdenden Erträgen beschäftigen wir bereits die maximal mögliche Anzahl an Mitarbeiterinnen. Damit das Hamsterrad weiter laufen kann, benötigen wir Ihre Unterstützung! Denn wir sind einige der wenigen, die überhaupt zukünftig noch versorgen werden können!
30 % der Hausärzte in Brandenburg werden in den nächsten 5 Jahren ihre Tätigkeit beenden! Nachfolger sind bei weitem nicht in annähernd ausreichender Zahl vorhanden. Dazu kommt der demographische Wandel, mehr Alte, mehr chronisch kranke Menschen, weniger Junge und Gesunde. Gegen diese absolut realistische Versorgungsnotlage, ist die Klimaveränderung in den nächsten 5 Jahren ein Kindergeburtstag! Hören Sie etwas vom Versorgungsnotstand in den Medien? Gibt es eine Greta, die „Fridays für Versorgung“ organisiert? Fragen Sie sich gern einmal selbst, von welchem Problem sie eher betroffen sein werden?

Wir können dem Versorgungsnotstand nur durch gemeinsame Anstrengungen entgegentreten. Dafür brauchen wir Ihre Mithilfe;

1. Organisation: benutzen Sie bitte unsere telefonischen Bestellmöglichkeiten für Rezepte, ebenso die Terminvergabe.

2. Solidarität: fassen Sie sich im Interesse aller Patientinnen und Patienten bitte kurz! Wir können nicht bei einem Termin alle Probleme lösen. Es ist verständlich, dass es praktisch wäre, allerdings planen wir unsere Zeit und können nicht immer Termine ausdehnen. Wenn es medizinisch notwendig ist, machen wir das natürlich, sonst brauchen wir aber immer einen Folgetermin.

3. Beteiligung: binden Sie gern die Kollegen Gebietsärzte in Ihre Versorgung ein. Auch diese Ärztinnen und Ärzte erhalten eine Vergütung für Ihre Behandlung und haben dafür eine entsprechende Leistung zu erbringen. Nur wenn Sie diese dort auch einfordern und sich nicht auf „das macht der Hausarzt“ vertrösten lassen, können wir Sie weiter versorgen. Die ständige Verlagerung weiterer Leistungen für Rheumatologen, Nephrologen, Orthopäden, Onkologen etc muss ein Ende haben. Jeder hat seinen Anteil zu leisten.

4. Verständnis: Alle Leistungen im Gesundheitswesen sind limitiert und budgetiert! Das heisst, egal was der nette Krankenkassenmitarbeiter Ihnen sagt, Ihnen steht nur das zu, was im SGB V oder im Heilmittelkatalog steht. Punkt. Keine Ausnahme. Wir müssen uns leider auch mit diesem leidigen Thema beschäftigen, da wir uns als Vertragsärzte verpflichtet haben, diese Verordnungsrichtlinien strikt einzuhalten. Tun wir das nicht, wird uns das Honorar bis zu drei Jahre (!) rückwirkend gekürzt. Wir haften für Heilmittel, Hilfsmittel, Transportscheine, Einweisungen, uvm, persönlich mit Haus und Hof. Deshalb ist es mit Nichten so, dass wir Ihnen etwas nicht gönnen, wenn wir Verordnungen prüfen oder limitieren oder ablehnen müssen. Wir haben nur keine Lust, diese für Sie zu bezahlen, da Ihre Krankenkasse dies aufgrund der einen oder anderen Richtlinie nicht tut.
Deshalb hilft es uns, wenn sie nicht mit uns, sondern mit Ihrer Krankenkasse diskutieren! Und lassen Sie sich nicht mit einer mündlichen Zusage abspeisen. Nur Schriftliches zählt! Dann können wir auch gern eigentlich Unmögliches möglich machen. Für alle Diskussionen über Verordnungen sind unsere Mitarbeiterinnen die falschen Ansprechpartner. Sie versuchen alles Mögliche umzusetzen und handeln ausschließlich nach den Anweisungen der Praxisleitung. Schonen Sie die Nerven unserer Mitarbeiterinnen, in dem Sie die Diskussionen dort führen, wo sie notwendig sind: bei den Krankenkassen!

5. Respekt! Der wichtigste Punkt von allen! Die Menschen, die vor Ihnen stehen, sind keine Maschinen! Sie haben selbst Familien und eigene Probleme, dennoch habe ich persönlich nie Menschen erlebt, die fürsorglicher und emphatischer mit Ihren Anliegen trotz maximaler Stressbelastung umgehen. Das verdient jeden Respekt. Behandeln Sie unserer Mitarbeiterinnen so, wie sie selbst behandelt werden möchten.
Ich habe persönlich die Anweisung gegeben, dass Patientinnen und Patienten, die nicht ein Mindestmaß an Anstand und Respekt im Umgang mit unseren Mitarbeiterinnen zeigen, sofort Ihre Behandlungsunterlagen erhalten und sich eine andere Hausarztpraxis suchen können.
Noch vor fünf Jahren hätte ich nicht gedacht, einmal solche Zeilen schreiben zu müssen, aber nicht nur Rettungskräften und Polizei wird von einigen Mitmenschen kein Respekt mehr entgegen gebracht, auch in unserer Praxis nehmen die Übergriffe zu.
Ich werde hier konsequent eine Null-Toleranz-Politik durchführen! Jeder hat einmal einen schlechten Tag, aber Alles hat seine Grenzen und wer sich nicht im Zaum hat und meint bei uns am Tresen seine Wut und seinen Frust ablassen zu müssen, kann sich gleich auf die Suche nach einem neuen Hausarzt machen – und das wird nicht leichter in den nächsten Jahren.

Ich denke, wenn wir alle miteinander offen, freundlich, solidarisch und respektvoll umgehen, werden wir noch viele Jahre erfolgreich weiter für die medizinische Versorgung aller in der Region da sein können. Es braucht aber die tägliche gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten! Es ist kein Selbstläufer!

Ihre Praxisleitung